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Wie funktioniert Politik? Was ist Politik? Wofür brauchen wir sie?
4.6.2007 von Sall-May.
Wie funktioniert Politik? Was ist Politik? Wofür brauchen wir sie?
Diese und mehr Fragen stellte ich gestern einigen Menschen, die mir vorwarfen Mitglied einer Fraktion geworden zu sein. Respektive sogar Fraktionen gewechselt zu haben. Sie bemängelten: Wenn wir doch die Politik von Ihrer Partei haben möchten wieso gehen Sie denn dann z. B. mit einer anderen Partei zusammen.
Zack, da haben wir es mal wieder, die Vorstellung das wenn jemand eine Fraktion z. B. in einem Rathaus gründet, das man dann von Partei spricht. Die meisten Bürger/innen wissen leider nicht einmal das es nichts mit Partei zutun hat. Das ein Mandatsträger per Gesetz den Wähler/Wählerinnen und sich selber gegenüber verpflichtet ist. Ok, wer jetzt denkt: Davon merken wir aber gar nichts. Die tun ja nichts für uns. Dem muss ich bedauerlicherweise Recht geben, die meisten Politiker tun schon lange nichts mehr für Ihre Wähler/Wählerinnen. Sie haben vergessen wofür sie in Positionen sitzen, durch wen sie in diese Positionen kamen und was ihre eigentliche Aufgabe ist. Nicht alle sind so aber viele. Da geht es in der Tat nur um Schlagabtausche, sich gegenseitig fertig machen und dabei benutzen viele der Damen und Herren fast jedes Mittel das ihnen recht ist. Sprich: Sie zanken auf unterstem Niveau und wer da mithalten will, der muss als bald bemerken: Hilfe ich werde ja bald auch schon so ;).
Wenn einigen nichts mehr einfällt wie man den anderen klein bekommt, dann geht es in die Persönlichkeitsschiene und zwar z. B. so: Man erzählt und schreibt über den, den man klein bekommen will schnell mal ein paar Lügen, bzw. man dreht sich die Wahrheit so zurecht das sie passt. Dagegen ist man machtlos, oder man strampelt, aber auch das bringt nichts, denn wie sagt ein altes Sprichwort: Wer sich verteidigt der klagt sich an. Also, glauben die Menschen lieber einer Diffamierung als der Wahrheit? Und, vor allem wie will der über den die Lügen verbreitet werden die Wahrheit in Umlauf bringen? Es geht nicht. Meistens ist es so gewollt um Politikern und den Parteien denen sie angehören die Luft zu nehmen, und vor allem die Akzeptanz bei ihren Wählern. Das aber begreifen die Wähler/innen meistens nicht, oder aber wenn sie es begriffen haben, dann stellt sich folgendes ein: Es entsteht Frust bei ihnen und sie haben auch keine Lust mehr zur Wahl zu gehen.
Hier habe ich auch mal ein Beispiel aus dem realen Alltag: Da wehrte ich mich erfolgreich gegen eine Partei, die zu ¾ vor Gericht unterlag. Diese behaupteten später: Ratsfrau Sall-May unterlag vor Gericht. Nö, die Ratsfrau unterlag nicht vor Gericht und die Ratsfrau hat auch nicht betrogen. Nun überlegte ich mir ob ich das Gerichtsurteil mal abtippe und in das Internet einstelle, ich überlege immer noch. Gleichzeitig ist es aber so, wenn ich da jetzt etwas gegen tue, dann werden neue und weitere Gerüchte gestreut und es wird eine nie endende Schlammschlacht die darüber hinaus wertvolle Zeit kostet, Zeit für wichtigere Dinge. Andererseits, lasse ich es wird geglaubt was in Umlauf gebracht wird. Egal, es wird sowieso geglaubt oder was meinen die Wähler/Wählerinnen?
Wer nun meint es ergeht nur mir so: Nein, mitnichten. Die Gruppierung die kämpft mich kaltzustellen, tut dies auch mit Kollegen und Kolleginnen anderer politischer Couleur. Nur eine einzige Ausnahme gibt es vor der sie halt machen. Halt machen weil sie dort ab und zu das bekommen was sie haben möchten. Sie erhalten Zuckerstückchen und sind dafür bereit auch viele fiese Dinge zutun, denn Zucker ist süß und Zucker möchte man haben ;). Politische Inhalte bringen diese Menschen zwar nicht, außer sie klauen Ideen und Anträge, aber was soll es, dass bemerkt ja niemand und so verschaffen sie sich Freifahrtscheine in vielerlei Richtungen. Sie graben nach Trüffeln, die bekanntlich nur in der Erde zu finden sind, d. h. man muss schon mal etwas im Dreck wühlen aber auch das ist ja kein Problem, in der Politik lernt man ja schnell mit Schlamm umzugehen. Schade, die Bürger-/innen in unserem Land hätten etwas ganz anderes verdient. Nämlich das man sich für sie aktiv einsetzt, ganz besonders für soziale Belange. Doch was interessiert uns Politiker denn was die Menschen wollen? Politiker sein ist doch ein Job der auf unterster Ebene (Kommunal Politik) zwar nicht viel Geld bringt, oder sagen wir mal den wenigsten, aber er bringt für einige Menschen etwas anderes. Sie glauben sie hätten Macht, Anerkennung und diese beiden Attribute die brauchen viele Menschen um ihr eigenes schwaches Ego aufpolieren zu können. Und natürlich, irgendwann wird wieder gewählt und dann, vielleicht darf man auch wieder auf die Liste an guter Position um weiterzukommen oder um wenigstens wieder etwas von der Macht und Anerkennung genießen zu dürfen.
Ich bin Politikerin aus eigener Kraft, ganz anders als alle die, die seit Jahren in festen Strukturen sitzen. Die Partei mit der ich zur Wahl angetreten bin, die gab es vorher nicht. In ihr sind auch keine langjährigen Politiker sondern Menschen wie Du und ich. Klar doch das man eine solche Partei nicht möchte, da kommen auf einmal Menschen ganz normale Bürger-/innen in ein Rathaus und das aus dem Stand. Und die haben es geschafft eine eigene Partei zu gründen: Ja darf es so etwas überhaupt geben? Und die sagen auch noch was sie denken und fühlen. Das muss man klein machen und sei es mit Gerüchten, oder aufzeigen von Fehlern die eigentlich gar keine sind. Wir sind niemandem gegenüber verpflichtet außer den Menschen und uns selbst. Wir stehen unter keinem Fraktionszwang (der ist per Gesetz sowieso verboten, leider halten sich viele nicht daran), es wird dann eben Fraktionsdisziplin
genannt.
So, ich persönlich habe jetzt noch, so Gott will, 2 Jahre Zeit um mich mit Trüffelschweinen (die auch nicht vor Augenwischereien und mit fadenscheinigen Entschuldigungen, die gar keine sind, sondern lancierter Politik, in der Öffentlichkeit zurückschrecken) und Co. auseinanderzusetzen und hoffentlich gute Politik zu machen. Wobei, das was ich tue werden die Wenigsten merken, denn das sieht niemand, hört niemand und bekommt niemand so wirklich mit. Es wird untergehen weil eine Person alleine ist so ziemlich machtlos in einem Rathaus und auf dem Jahrmarkt der Eitelkeiten. Vielleicht ändert es sich 2009 dann, wenn einige Menschen mehr ihr Kreuz an eine neue andere Stelle machen, nämlich an der Stelle für die Politik der Partei für dich ich angetreten war, der AMP, wo Menschen noch Menschen sind. Wo Menschen sich für: Gemeinsam – nicht einsam, entschieden haben.
Und sollte ich nicht mehr gewählt werden ;), dann gibt es endlich ein schönes, informatives, lustiges, nettes Büchlein für die Bürger/innen, die brauchen ja auch mal was zum Lachen.
Halt, da fällt mir gerade noch etwas ein: Selbstverständlich sieht und hört man was von mir, eben die Gerüchte, Diffamierungen usw., dafür brauche ich nicht einmal selber zu sorgen :).
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